IMMH

26. Mai 2017

Ausstellungstagebuch #7: Der Versand

Der Versand von 120 historischen Schätzen von Guangzhou nach Hamburg ist keine Bagatelle. Die Kollegen im Guangdong Museum haben die Exponate der Ausstellung „EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert“ bereits verpackt.

Das Guangdong Museum in Guanzhou, China.

Am 8. Juni wird die Sonderausstellung „EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert offiziell eröffnet, und ab Freitag, den 9. Juni wird sie für das Publikum zugänglich sein. Im Maritimen Museum ist schon vieles fertig. Doch das wichtigste fehlt noch: die Exponate! Wertvolle Handelswaren, die vor Jahrhunderten in Europa hätten verkauft werden sollen, werden in wenigen Tagen zu ihrer Reise nach Hamburg aufbrechen.

Geschichte wird verpackt

Dafür müssen diese seltenen und wertvollen Objekte erst einmal verpackt werden. Den höchsten konservatorischen Standard bei einem solchen Versand zu gewährleisten, ist eine Kunst für sich. Anhand der Bilder, die wir aus China bekommen haben, können wir sicher sein, dass die Kollegen in Guangzhou nichts dem Zufall überlassen. Nicht dass wir etwas anderes erwartet hätten.

Sicher ist sicher.

Nun können sich die Stars der Ausstellung auf ihren Weg nach Hamburg machen. Dies wird auf dem Luftweg geschehen. Die Exponate zu verschiffen, wäre zwar symbolisch schöner gewesen, hätte aber zu viel Zeit in Anspruch genommen. Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg freuen sich schon jetzt alle auf das Auspacken!

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat
Teil 5: Die Vitrinen
Teil 6: Der Vertrag

24. Mai 2017

Ausstellungstagebuch #6: Der Vertrag

Der Vertrag zwischen dem Guangdong Museum und dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg wurde am 24. Mai offiziell unterschrieben. Die Zeremonie fand in feierlichem Rahmen in Peking statt. Neben dem Vertrag zur gemeinsamen Sonderausstellung EAST MEETS WEST wurde ein weiterer Vertrag unterschrieben.

Direktor Jun Wei (Guangdong Museum) und Peter Tamm unterschreiben den Vertrag in Peking. Dabei sind Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und Vize-Ministerpräsidentin Liu Yandong.

Gipfeltreffen in Peking

Peter Tamm, Vorstand der Peter Tamm Sen. Stiftung, hat an dem „People-to-People-Dialogue“ Gipfeltreffen zwischen der EU und der Volksrepublik China teilgenommen. Hierbei handelte es sich um ein weiteres Treffen zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen China und der EU. Dass nicht nur symbolische Aktionen vollzogen,  sondern tatsächliche gemeinsame Projekte umgesetzt werden, zeigt die gemeinsame Sonderausstellung EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstrasse im 13. bis 17. Jahrhundert.

Das diesjährige Treffen hat auch eine besondere Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland, da es parallel zu den Feierlichkeiten 45. Jahre Deutsch-Chineschische Freundschaft stattfand. Es war darum eine besondere Ehre für Peter Tamm und das Internationale Maritime Museum Hamburg, an dieser hochrangigen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Es ist vollbracht!

Der Vertrag, die Verträge

In erster Linie ging es in Peking um die endgültige Ratifizierung und feierliche Unterzeichnung des Ausstellungsvertrages EAST MEETS WEST. Der Vorstand des IMMH und des Guangdong Museums haben gemeinsam an einer Vereinbarung gearbeitet, die eine effektive und vertrauensvolle Zusammenarbeit für beide Häuser sicherstellt. Dabei mussten Sprachbarrieren überwunden und komplexe Fragen des internationalen Rechts geklärt werden. Nun steht die Ausstelllung auf einer soliden rechtlichen Grundlage.

Wärend des „People-to-People Dialogue“ wurde vom Guangdong Museum und dem IMMH ein zweites Dokument unterschrieben. Es handelt sich dabei um ein MOC, Memorandum of Cooperation. Dies wird der Grundstein sein für weitere zukünftige Kooperationen beider Institutionen.

Das Team vom IMMH freut sich über das gemeinsame Projekt und darauf, die Kollegen aus China schon bald in Hamburg zu begrüßen.

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat

Teil 5: Die Vitrinen